|
|
07.05.2003
"Internetstörche" spät aber nicht zu spät - Vetschauer Storchenpaar legte 1. Ei
Am Morgen des 7. Mai wurde endlich das erste Ei im Horst der Internetstörche entdeckt. "Das ist tatsächlich sehr spät, aber noch nicht zu spät für eine erfolgreiche Brut.", versichert Projektleiter Winfried Böhmer vom Naturschutzbund Deutschland. Um den 10. Mai herum bewegt sich die zeitliche Grenze, an der Störche noch Gelege nieder bringen. Eine noch spätere Eiablage ist die Ausnahme. Der Bruttrieb geht danach einfach zurück. Damit sorgt die "innere Uhr" bei den Störchen dafür, dass bis Ende August alle Jungstörche flügge und für die weite Reise in die Winterquartiere fitt genug sind. Es ist gar nicht so selten, dass sich Paare finden, aber keine Jungen groß ziehen. In Deutschland beträgt die Quote der Horstpaare ohne Junge durchschnittlich immerhin 20 %. "Zum Glück gehört unser wahrscheinlich neues Vetschauer Paar nicht dazu und wir können die Aufzucht von Störchen auch dieses Jahr unseren Besuchern im Storchenzentrum und im Internet unter www.Storchennest.de mit erleben lassen", so Böhmer.
Bei so spätem Beginn der Eiablage kann damit gerechnet werden, dass "unser" Paar nur 3 bis 4 Eier legt. Mit Spannung darf nun verfolgt werden, wann die Störche mit dem Brüten beginnen. Das kann unterschiedlich sein. Oft beginnen sie mit dem Bebrüten erst nach der Ablage des zweiten oder dritten Eies. Dieser Zeitpunkt bestimmt dann das Schlüpfen der Jungen und deren Reihenfolge. Brüten sie ab dem 3. Ei, schlüpfen auch 3 Junge am selben Tag. Die anderen jeweils zwei Tage versetzt. Die Brutdauer beträgt durchschnittlich 32 Tage.
Zurück zur vorigen Seite
|
|