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21.08.2003

Rotbein und Weißfeder - Abschied für immer?

Vetschau. Die schwere Saison der Internetstörche ist vorüber. Rotbein und Weißfeder, die Zöglinge des Jahres 2003, haben am Vormittag des 20. August das Nest verlassen. Am Vorabend erhielten sie von ihren Eltern das Abschiedsmahl. Nun schauen nur die Altstörche ab und an im Vetschauer Horst von storchennest.de vorbei - gut zu beobachten im Bildarchiv der Webseite.

Ist das ein Abschied für immer, fragen die Beobachter im Forum. Werden die beiden Störche systematisch weiter beobachtet? Zum Ersten: Es muss kein Abschied für immer sein. Mit einsetzender Geschlechtsreife in drei bis vier Jahren ist es durchaus möglich, dass Weißfeder und Rotbein in die Nähe ihrer Geburtstätte zurückkehren. Dann werden sie zu den Spreewaldstörchen gehören, denen Naturfotograf und Autor Günter Blutke ein Buch widmen will.

Zum Zweiten: Systematisch beobachtet im Sinne von andauernd werden die beiden nicht, da sie nur Ringe und keine Sender tragen. Aber sie sind durch den neuen ELSA-Ring besser beobachtbar. Rotbein hat die Nummer H1132 und Weißfeder die H1133. Sie sind bereits die dritte im Internet-Storchennest beringte Generation. Viele werden sich noch an die Vorjahres-Brut erinnern: Envi (N633), Nabi (N634) und Peace (N635). Deren Ringe sind allerdings noch nicht so gut ablesbar.

Das Jahr 2003 wird als heißes, trockenes und äußerst futterarmes Storchenjahr in die Geschichte eingehen. Ein Jahr, in dem die spät geschlüpften Rotbein und Weißfeder ganze zwei Wochen weniger Entwicklungszeit hatten als ihre Vorgänger 2002. Insgesamt dürfte die Reproduktion der Niederlausitzer Störche 20 bis 30 Prozent unter dem Mittel der Vorjahre liegen. Dennoch halten die Experten es für wahrscheinlich, dass dieses Tief in den kommenden Jahren wieder ausgeglichen wird. Und dabei helfen Rotbein und Weißfeder hoffentlich kräftig mit. Guten Flug!

Internet-Redaktion storchennest.de

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