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03.05.2004
Gelege bei "Internetstörchen" mit 5 Eiern komplett?
Am Samstag, den 1. Mai, wurde das 5. Ei gesichtet. Damit scheint bei den Vetschauer Internetstörchen das Gelege komplett. Ein 6. Ei ist unwahrscheinlich. Im durchschnittlichen Abstand von zwei Tagen legte die Störchin die Eier. Wegen dem Brutbetrieb und der tiefen Lage der Nestmulde konnten die Störchenschützer und die Besucher im Internet die genaue Anzahl der Eier nur schwer feststellen.
Bereits nach dem 1. Ei begannen die Störche zu brüten. Ende Mai werden die Jungen schlüpfen, vorausgesetzt die Störche werden nicht von Brutstörern attackiert. Brutstörer sind noch nicht geschlechtsreife Jungstörche, die brütende Störche angreifen und die Gelege zerstören.
Seit Brutbeginn wärmt ständig ein Storch die Eier. Beim Brüten wechseln sich die Partner ab. Einer der beiden Störche hütet nun ständig das Gelege. Dazu gehört auch ein regelmäßiges Drehen der Eier, damit sich die Embryonen gleichmäßig entwickeln. Der Storch mit "Freizeit" widmet sich der Gefiederpflege oder fliegt zur Futteraufnahme auf die nahen Äcker und Wiesen. Bei der Rückkehr zum Nest, die immer von einem fröhlichen Begrüßungs-Geklapper begleitet ist, bringen die Störche oft Nistmaterial mit. Ständig wird am Nest herumgewerkelt. Die Eier sollen trocken und warm liegen.
32 Tage dauert nun das Brutgeschäft bis zum Schlüpfen der Jungen. Die Jungen schlüpfen nacheinander in dem Abstand, in dem die Eier gelegt wurden. Wer sich über das Leben der Störche und die notwendigen Schutzmaßnahmen informieren möchte, kann dies im Weißstorch-Informationszentrum tun. Eine Vielzahl weiterer Naturschutzthemen werden in Ausstellungen aufgezeigt und im Garten praktisch und anschaulich demonstriert.
Winfried Böhmer NABU-Projektleiter
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