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27.04.2006

Storch stirbt an Vogelgrippe

NABU warnt nach Vogelgrippeverdacht bei Weißstorch vor Panikreaktionen

Erstmals ist in Deutschland ein Storch am Vogelgrippe-Virus H5N1 verendet. Das Tier wurde im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland gefunden und positiv auf den Erreger getestet, wie das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit mitteilte. Ob es sich um den auch für den Menschen gefährlichen gefährlichen Virus vom Typ Asia handelt, wird nach Angaben des Sprechers noch untersucht. Der NABU warnt erneut vor Panikmache. Auch wenn sich die Infektion mit dem gefährlichen Vogelgrippevirus H5N1 durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigen sollte, ändert sich nach Ansicht des NABU derzeit nichts für den Menschen, da Vogelgrippe nach wie vor eine Tierkrankheit ist. "Auch wenn Störche in der Nähe des Menschen brüten, bestehen für Menschen keine Risiken", sagte NABU-Storchenexperte Kai-Michael Thomsen.

Der NABU empfiehlt Hygienemaßnahmen wie Händewaschen mit Seife und rät davon ab, mit Straßenschuhen durch Wohnräume zu laufen. Tote Vögel sollten generell nicht angefasst werden. In solchen Fällen sollte der zuständige Tierarzt oder ehrenamtliche Storchenbetreuer verständigt werden.

Auch für Geflügelhalter besteht derzeit keine zusätzliche Gefahr, denn die Stallpflicht für Geflügel besteht weiterhin. "Wichtig sind jetzt vor allem mehr Informationen, die durch das Sammeln von Kotproben zu bekommen sind", so Thomsen. Zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter der NABU-Bundesarbeitsgruppe Weißstorchschutz sind an diesen Untersuchungen beteiligt. Darüber hinaus scheint sich der Partner des verendeten Storchs bester Gesundheit zu erfreuen, er hat bereits einen neuen Partner gefunden. Der Storch zählt nach wie vor zu den gefährdeten Arten. In Deutschland leben derzeit rund 8.000 Störche.

Weitere Informationen unter www.nabu.de.

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