|
|
08.06.2006
Adoption von Storchenküken
In zwei Storchenhorsten der näheren Umgebung von Vetschau ist jeweils ein Altstorch verunfallt. Während in einem Horst der Altstorch die schon großen Jungen versorgt, sind im anderen die Küken noch so klein, dass der Altstorch nicht auf Futtersuche fliegt. Hier wollen wir eingreifen und die Storchenküken herausnehmen und möglichst anderen Storchenpaaren als Adoptivjunge "unterzuschieben". Das ist die beste Methode Jungstörchen zu helfen, sie nicht auf den Menschen zu prägen und ihnen durch die Altstörchen alle storchentypischen Verhaltensweisen mit zu geben. In 85 % der Fälle werden die fremden Küken auch angenommen. Ein Risiko verbleibt, da manche Altstörche heftig reagieren und fremde Küken abwerfen. Am Freitag um 10 Uhr wollen wir zunächst ein Küken in den Horst der Vetschauer Störche legen, die Reaktion der beiden Altstörche abwarten und dann ev. ein weiteres Küken in den Horst setzen.
Die Sorgen mit den Störchen gehen weiter: Heute wurde uns ein Storchenküken gebracht, welches abgeworfen wurde. Es hat offensichtlich den Sturz unbeschadet überlebt. Nun haben wir mehr Storchenküken als Adoptivplätze! Was also tun? Morgen früh kommen die Storchenküken zu uns. Abhängig von der Größe entscheiden wir, ob und welches Küken zuerst eingesetzt wird. Der Entwicklungsstand darf gegenüber Meto nicht zu unterschiedlich sein!
Verbleibende Küken werden nach Loburg in den Storchenhof gebracht. Christoph Kaatz kann sie dort bestens versorgen und ebenfalls eine Storchenadoption vornehmen. Heike und Frank Arendholz ("Hölzchen"), haben sich bereit erklärt, den Transport nach Loburg zu übernehmen. Das finde ich ganz toll! Die ganze Aktion ist zwischen den Storchenschützern und auch mit der Naturschutzbehörde abgestimmt und so genehmigt.
Winfried Böhmer NABU-Projektleiter
Meinungen zur Mitteilung...
Zurück zur vorigen Seite
|
|