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08.03.2007

"Internetstörche" wieder live zu beobachten

Todesursache von Storchenküken wird untersucht

Der Naturschutzbund Deutschland, Regionalverband Calau, und enviaM setzen ihre Zusammenarbeit im Internetprojekt www.Storchennest.de fort. Nachdem im Herbst der Vertrag von enviaM gekündigt worden war, steht jetzt ein neuer Vertrag vor dem Abschluss. In den kommenden Tagen wird auch geklärt, wie und ob das Forum fortgeführt wird.

Die Montage von Kamera und Mikrofon bei den Vetschauer "Internetstörchen" erfolgt am Donnerstag, den 15. März ab 9 Uhr. Am selben Tage beginnt die Übertragung von Bildern und bewegten Video-Streams einschließlich des Tons aus dem Vetschauer Storchennest.

Für Ende März wird mit der Ankunft der Störche gerechnet. Damit kann das Brutgeschäft wieder auf Schritt und Tritt beobachtet werden. Storchenfreundinnen und -freunde erfahren auf der Internetseite aber auch Näheres über die Lebensweise der Störche, die Gefahren und notwendige Schutzmaßnahmen. Für die brillante Übertragungsqualität sorgt Telekommunikationsspezialistin envia TEL, die das Projekt über die Jahre technisch perfektioniert hat. Dieses Jahr kommt eine neue Tonübertragung zum Einsatz, mit der eine bessere Tonqualität mit Unterdrückung von Fremdgeräuschen erreicht werden soll.

Des Weiteren erhält der Vogelliebhaber Einblicke in die Arbeit des NABU-Weißstorch-Informationszentrums der Niederlausitz. Der Spreewald mit seinen Fließen und Feuchtwiesen ist bundesweit eine der von Meister Adebar am dichtesten besiedelten Region Deutschlands. Im Biosphärenreservat Spreewald brüten über 100 Storchenpaare.

Der Tod aller Storchenküken in den Jahren 2005 und 2006 durch Schimmelpilze wird mit einer Promotion an der FU Berlin, Institut für Geflügelkrankheiten, erforscht. Der Vetschauer Storchenhorst wurde völlig abgetragen und eine neue Nisthilfe aufgebaut. Die in der Nähe des Horstes liegenden Grünschnitthaufen mit hohem Schimmelpilzbefall werden beseitigt. Von diesen Haufen holten die Störche Nistmaterial und schleppten die Schimmelpilze in den Horst ein. Mit diesen Maßnahmen soll ausgeschlossen werden, dass Storchenküken erneut an Aspergillose verenden können.

Der Macher der Seite rechnen auch in der neuen Storchensaison mit einem großen Besucherandrang im Storchen-Infozentrum und auf der Internetseite.

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