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17.04.2007

Erstes Ei entdeckt

Am Samstag Abend um 20:10 Uhr konnte das erste Ei erblickt werden. Internetbesucher hatten es entdeckt und gemeldet.

Im Archiv von www.storchennest.de wurde die die Sicht auf das erste Ei dokumentiert. Winfried Böhmer, der NABU-Projektleiter dazu: "Wir freuen uns mit allen Storchenfans weltweit und hoffen auf eine erfolgreiche Brut. Ungewöhnlich ist, dass ein Ei am Abend gelegt wurde. In all den Jahren zuvor legten die Störche immer nachts oder ganz früh am Morgen die Eier.". Nun wird einer der beiden Störche immer auf dem Horst sein und das Ei nicht aus dem Auge lassen. Die nächsten Eier werden im Abstand von zwei Tagen gelegt. Bei diesem frühen Brutbeginn Mitte April kann mit einem starken Gelege von 5 Eiern gerechnet werden. Wenn auch selten, aber manchmal werden sogar 6 Eier gelegt. Mit Spannung darf nun verfolgt werden, wann die Störche mit dem Brüten beginnen. Das kann unterschiedlich sein: Oft beginnen sie mit dem Bebrüten erst nach der Ablage mehrerer Eier. Dieser Zeitpunkt bestimmt dann das Schlüpfen der Jungen und deren Reihenfolge. Brüten sie ab dem 1. Ei, schlüpfen auch die Jungen im Abstand der Eiablage. Beim Brutgeschäft lösen sich beide Partner im Abstand von ein bis drei Stunden ab. Während er Eine das Gelege hütet, geht der Andere auf Nahrungssuche. Oft nehmen sie beim Rückflug zum Horst Nistmaterial mit. Am Horst wird ständig gebaut, außen feste Zweige, innen erhält die Nestmulde weiches Heu oder Stroh. Im Moment deutet alles auf einen normales Storchenjahr mit einer Brutzeit von 32 Tagen hin. Das klappt aber nur dann, wenn es nicht zu Störungen kommt. Oftmals "annektieren" später ankommende Störche einen bereits besetzten Horst oder die so genannten Brutstörer, noch nicht geschlechtsreife Jungstörche, stören das Brutgeschäft und werfen Eier aus dem Nest. Das geschah bei den "Internetstörchen" bereits zwei Mal. Ein später angekommenes Weibchen warf die Eier aus dem Nest, vertrieb das erste Weibchen und eroberte sich den Storchenmann. Die beiden Vetschauer Störche erhielten von der Internet-Fan-Gemeinde die Namen Cico und Luna. Die meisten sind überzeugt, dass es dieselben Störche wie in den Vorjahren sind. Vieles in ihrem Verhalten deutet darauf hin. Da die Störche aber nicht beringt sind, bleibt dies unbewiesen.

Winfried Böhmer
NABU-Projektleiter

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