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01.06.2007

Storchenunfälle durch Unwetter in der Niederlausitz

Die schweren Gewitter der letzten Tage richtete nicht nur Sachschaden an, sondern führte auch zu Verlusten bei Weißstörchen. So wurde in Forst, Ortsteil Eulo, ein Storch auf dem Horst durch Hagelschlag schwer verletzt. Einer der Brutstörche, von dem es zunächst hieß, er sei tot, wurde mit einem Flügelbruch und weiteren Blessuren aufgefunden. Bis zu golfballgroße Hagelbrocken hatten nicht nur dem Storch arg zugesetzt, sondern auch in der Nähe stehende Autos bis zum Totalschaden zerbeult. Die drei noch kleinen Küken blieben unversehrt. Der Altstorch hatte sie mit seinem Körper geschützt. Die Jungstörche wurden vom NABU-Weißstorchbetreuer Herrn Günter Kunzendorf mit Unterstützung der Feuerwehr aus dem Horst genommen. Der verbliebene Altstorch hätte die Storchenküken nicht allein durchgebracht und sie nach kurzer Zeit verlassen. Altstorch und Küken wurden in die Pflegestation zu Förster Heindel nach Reddern gebracht.

In Kolkwitz wurde ein Storch durch einen Blitzschlag auf dem Horst tödlich getroffen. Zuvor hatte es an diesem Horst einen Kampf mit dem später erschlagenen Fremdstorch gegeben, bei dem alle fünf Eier aus dem Nest geworfen wurden.

Verluste durch Blitzschlag sind sehr selten, obwohl die hohen Nistplätze auf Dächern und Masten dies durchaus vermuten lassen.

Winfried Böhmer
NABU-Projektleiter

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