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16.08.2007

"Internetstörche" verabschieden sich aus Vetschau

Die drei Vetschauer Internet-Jungstörche streiften bis Anfang August in der unmittelbaren Umgebung des Storchenzentrums umher, besuchten die umliegenden Grundstücke und inspizierten die Kamera (siehe Foto von Bernd Rosien). Am späten Nachmittag des 02. August war es so dann weit, der letzte der drei Youngster startete vom Horst und wurde nicht mehr gesehen. Chess, Mila und Gwen hatten zum letzten Mal zum 01. August gemeinsam eine Nacht auf dem Horst verbracht. Die Altstörche kommen noch regelmäßig auf einige Stunden zum Horst. Sie "erholen" sich von den Anstrengungen der Jungenaufzucht und werden spätestens Ende August wegziehen, und zwar getrennt. Erst zum Frühjahr kehren beide, so sie überleben, zu ihrem angestammten Brutplatz zurück und verpaaren sich dann in aller Regel für ein weiteres Jahr. Die Störche fliegen nun den weiten Weg nach Afrika. Alle guten Wünsche von den Tausenden Storchenfans aus aller Welt begleiten sie dabei. Die unzähligen Storchenfreunde hatten von März an das Geschehen bei den Vetschauer Störchen im Internet als auch vor Ort im Storchenzentrum verfolgt. Die Jung- und auch die Altstörche schließen sich Storchentrupps an und starten bei guter Thermik zum Flug in die Winterquartiere nach Afrika. Oftmals fliegen erstaunlicherweise die Jungen früher weg als die Altstörche. Sie finden den Weg ohne die Hilfe der Eltern. Der Flug führt zunächst nach Südosten. Alle Störche aus Ost- und Mitteleuropa nehmen den Weg über die Meerenge am Bosporus, durch die Türkei, weiter die Mittelmeerküste entlang bis Israel, schließlich über Sinai nach Ägypten und dann den Nil entlang bis Zentralafrika. Viele ziehen dann Anfang Dezember sogar noch bis nach Südafrika weiter - eine Strecke von über 10.000 km.

Winfried Böhmer
NABU-Projektleiter

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